Ta Prohm

"Mit seinen Millionen verschlungener Glieder umklammert der Wald die Ruinen in wilder Liebe"

Élie Faure, Mon périple

Ta Prohm in Wikipedia

Obwohl er relativ klein ist, gehört Ta Prohm wegen seiner einzigartigen Atmosphäre zu den bekanntesten und atmosphärisch spektakulärsten Tempeln in der Region. Nach dem Zerfall des Angkor-Reiches wurde die Anlage aufgegeben und der Natur überlassen. 500 Jahre hatte die Natur Zeit, den Tempel einzunehmen. In dieser Zeit wuchsen gewaltige Würgefeigen zwischen den Gemäuern des Tempels. Die gewaltigen Wurzeln schlangen sich um Mauern, die immer mehr zerfielen. Als dieser Tempel Mitte des 19. Jahrhunderts von den Franzosen im dichten Dschungel wiederentdeckt wurde, fanden sie ein Gesamtkunstwerk der Natur vor, das seinesgleichen sucht. Man beschloss, den Tempel in diesem Zustand zu belassen bis auf nötige Rundwege zur Besichtigung und nötige Sicherheitsmaßnahmen, um die Besucher vor einstürzenden Gebäudeteilen zu bewahren.

Wer einmal dort gewesen ist und diese Szenerie aus Natur und Jahrhunderte altem Gemäuer zusammen mit den Geräuschen des Urwaldes erlebt hat, wird das garantiert nie vergessen und immer wieder zurückkehren wollen.

Da dieser Tempel zu den meist besuchten gehört, wird diese einzigartige Atmosphäre dauernd durch lautstark plappernde Reisgruppen, die meist aus dem asiatischen Raum kommen und für Erinnerungsfotos unter den Baumwurzeln Schlange stehen, gestört. Ma muss viel Geduld mitbringen, um manche Tempelteile ohne Menschen zu fotografieren (ich habe bis zu einer halben Stunde darauf warten müssen).

     

 

Oder aber man verlässt den ausgeschilderten Rundgang und landet in den Nebenhöfen und hört dort wirklich ausschliesslich das laute Zirpen der Grillen und die Rufe der Vögel.

 

Weitere Bilder von den Tempelanlagen:

Angkor Wat

Bayon

Bantheay Srei und Kbal Spean

Preah Khan, Pre Rup, Bantheay Kdei

Siem Reap und Angkor