Stassenszenen

Der Strassenverkehr in südostasiatischen Ländern erscheint für uns Europäer auf den ersten Blick furchtbar chaotisch. Es gibt zwar auch Schilder, Markierungen und Ampeln. Diese Regelungen werden von den Verkehrsteilnehmern dort etwas grosszügiger ausgelegt als bei uns. Wichtiger ist, die Augen offen zu halten und auf die anderen zu achten. Die Hupe gilt als Mittel der gegenseitigen Verständigung. Will man als Fussgänger eine Hauptstrasse überqueren, so sollte man auf keinen Fall am Strassenrand stehenbleiben und darauf warten, dass jemand abbremst, um einen über die Strasse zu lassen. Da kann man lange warten. Vielmehr geht man einfach los, der Blick geradeaus und schreitet selbstbewusst über die Strasse, ohne stehen zu bleiben oder umzukehren. Die Fahrer der Moped und Auto sehen den Fussgänger und fahren geschickt um ihn herum. Statussymbol, besonders unter Jugendlichen, ist das eigene Moped. Allerdings ersetzt ein Moped häufig das Familienauto, das sich viele einfach nicht leisten können. Und da Asiaten oft in der Lage sind, sich auf engstem Raum zu arrangieren, wird das Moped oft zur Limousine einer mehrköpfigen Familie. Und als Transporter für Möbel, Schweine, Hühner etc. Es gibt fast nichts, was nicht auf ein Moped passt.

Auch bei Minubussen, Pick-ups und Lieferwagen wird das zulässige Gesamtgewicht nicht besonders genau eingehalten. Ausserdem ist es für Asiaten völlig normal, sich auf engstem Raum zu arrangieren. Ein Minibus zum Beispiel ist nie voll; es passt immer noch jemand rein. Alles nicht zur Nachahnung empfohlen, es gibt genug schwere Unfälle.

Zu sehen ist hier einiges, was an und auf der Strasse an Szenen habe beobachten können. Die Bilder entstanden in Phnom Penh, Siem Reap und Kampot.