Phnom Penh, die Hauptstadt

Phnom Penh in Wikipedia

 

Mit knapp 2 Millionen ist Phnom Penh die Hauptstadt und mit Abstand grösste Stadt Kambodschas. Im Vergleich zu asiatischen Riesenstädten wie Bangkok oder Saigon wirkt sie trotz der hohen Einwohnerzahl wirkt sie auf den ersten Blick überschaubar und beschaulich. Wer wie ich das Glück hat, in der Nähe von Nationalmuseum und dem daneben liegenden Königsplatz zu wohnen, ist in wenigen Minuten zu Fuss an der breiten Promenade des Tonle Sap Flusses, der kurz dahinter in den Mekong mündet.

Mein erster Spaziergang nach einem Kaffee (nach dessen "Genuss" ich die restliche Zeit meistens auf Tee umgestiegen bin) führte mich kurz an die Flusspromenade, die in der Mittagshitze von 40 Grad allerdings wie ausgestorben war. Nach einem leckeren Imbiss (Salat und Jasmintee dazu) zog ich mich daraufhin in mein Zimmer zurück und machte wie die Einheimischen um diese Zeit Mittagsruhe.

Am Nachmittag brach ich wieder zur Flusspromenade auf und erkannte diese Stelle bei nachgelassener Hitze kaum wieder. Nachmittags bauen Strassenhändler ihre Stände auf, es gibt alles Erdenkliche zu essen und die Leute vertreiben ihren Nachmittag mit Flanieren nach dem Motto "Sehen und gesehen werden". Hier blüht das Leben auf und bis zum späten Abend gibt es hier was zu sehen.

Hier ein paar Eindrücke:

 

       

 

Wenn man zur richtigen Zeit an der Flusspromenade ist, dann hat man das Glück, Sambo mit ihrem Mahout Sin Son zu begegnen. Sambo ist eine 37-jährige Elefantendame, die seit Jahren am Wat Phnom als Reitelefant täglich Touristen um den Tempel führt. Nach Feierabend führt ihr Heimweg über die Uferpromenade, wo sie an etlichen Cafés und Obstständen Halt macht, um einen Imbiss zu sich zu nehmen.

 

 

An Sehenswürdigkeiten im klassischen Sinn hat Phnom Penh nicht allzu viel zu bieten. Hervorzuheben wären der Königspalast, ein weitläufiger Gebäudekomplex in einer grosszügigen Gartenanlage und das daneben gelegene Nationalmuseum, das einen Überblick über die Kulturepoche des Angkorreiches gibt. Aus ihm stammten auch die Exponate, die 2007 unter anderem in Bonn, Berlin und Zürich gezeigt wurden. Aber auch das Gebäude und der Innenhof mit einem schönen Lotosteich ist sehenswert. Der Tempel Wat Phnom, der der Stadt ihren Namen gegeben hat, ist auf einem kleinen Hügel gelegen und auch einen Besuch wert. Bleibt noch die Markthalle des Zentralmarktes und die Kolonialbauten aus französischer Zeit, die vor allem in der Nähe von Wat Phnom zu finden sind.

 

 
 

 

Wer nach Kambodscha reist, sollte nicht die Augen verschliessen vor der Schreckensherrschaft der Roten Khmer von 1975-1979, der mehr als 2 Millionen Kambodschaner ums Leben kamen. Das ehemalige Foltergefängnis Toul Sleng, das in einer alten Schule untergebracht war, ist heute ein Museum, das schonungslos über die Methoden dort aufklärt. Das Museum liegt unweit vom Zentrum. Anschliessend sollte man den "Killing Fields"einen Besuch abstatten. Die ehemalige Hinrichtungsstätte dient heute als Mahnmal für die hingerichteten Kambodschaner. Bilder diese beiden Stätten werde ich auf einer extra Seite zeigen: Toul Sleng und Killing Fields