Marktszenen

Auf meinen Auslandsreisen gehe ich immer gern auf die Märkte. Das Leben dort, die Farben und Gerüche sind immer wieder eine Freude. Außerdem bekommt man dort einen Eindruck von den einheimischen Früchten, Gemüse, die Gewürze, das Fleisch und den Fisch. Märkte in Asien sind nicht nur Lebensmittelmärkte, sondern man bekommt dort darüber hinaus alles, was man für den täglichen Bedarf braucht: Haushaltwaren, Werkzeuge, Kleidung, Dienstleister wie Schneider, Friseure Kosmetik und vieles anderes mehr. In Garküchen und kleinen Restaurants kann man auf dem Markt auch sehr lecker und preiswert landesübliche Gerichte probieren.

Für denjenigen, der nur die Märkte in Deutschland und Mitteleuropa kennt, sind asiatische Märkte vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig. Die Präsentation der Waren ist "direkter" als bei uns. Nicht die verkaufsfördernde ästhetische Präsentation steht im Vordergrund, vielmehr die für die Kunden sichtbare Qualität. Das mag bei Obst und Gemüse für uns noch in Ordnung gehen. Aber das Fleisch und der Fisch werden nicht in speziellen Betrieben verarbeitet und appetitlich am Stand präsentiert. Die Verarbeitung erfolgt am Stand. Hühner werden lebend angeliefert und im Beisein der Kunden geschlachtet, gerupft und ausgenommen. So sehen die Kunden gleich, was sie kaufen, anstatt verarbeitetes Fleisch präsentiert zu bekommen, das in Folie eingeschweißt ist, oft aus Massentierhaltung kommt und Hunderte von Kilometer quer durch Europa transportiert wurde.

Man sollte sich also nicht wundern, wenn man auf dem Markt zum Beispiel in die Eingeweide eines aufgeschnittenen Huhns schaut oder in die Augen eines abgehackten Schweinskopfes schaut. Trotz der Hitze und der Luftfeuchtigkeit hab ich nie unangenehmen Gestank feststellen können.

Die Bilder sind von den Märkten in Phnom Penh und Siem Reap.