Banteay Srei, Kbal Spean

und Landminenmuseum

Diese beiden Anlagen befinden sich ausserhalb des eigentlichen Archäologischen Park von Angkor. Banthey Srei wurde im 10. Jahrhundert erbaut und ist sehr gut erhalten. Die in den roten Sandstein gemeißelten Bilder sind in einem hervorragenden Zustand. Wegen der ausserordentlichen Schönheit lohnt es sich auf jeden Fall, die 40 Kilometer mit dem Tuk-Tuk zu fahren.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei Pal, den Tuk-Tuk-Fahrer bedanken, der mich mehrere Tage lang von meinem Guesthouse in Siem Reap aus zwischen den Tempeln hin und her gefahren und hat während meiner Besichtigungen immer so geduldig wartete, ohne mich anzutreiben.

   

Banteay Srei in Wikipedia

Hier einige Bilder von Banteay Srei

 

   
       

 

Um nach Kbal Spean zu kommen, muss man ca. 15 Kilometer über eine unbefestigte Strasse fahren. Mein Fahrer hat den Anhänger des Tuk-Tuk in Bantheay Srei stehen lassen. Wegen der vielen Schlaglöcher und Fahrrinnen legten wir die Strecke mit dem Moped zurück. Von einem Parkplatz geht es weiter zu Fuss über einen Trampelpfad durch den Urwald zu der idyllischen Stätte Kbal Spean, den Fluss der 1000 Lingas. In dem kleinen Dschungelflüsschen entdeckt man auf dem Grund in Stein gehauene Figuren und religiöse Symbole. Dies verleiht dieser Stätte eine Atmosphäre von einzigartiger Mystik. Wegen der schlechten Erreichbarkeit wird diese Anlage nur von wenigen Touristen besucht und man kann sie in aller Ruhe geniessen.

 

 

Landminenmuseum

 

Auf dem Rückweg liegt an der Strasse nach Siem Reap das Landminenmuseum. Vor deren Sturz verteilten die Roten Khmer überall im Land Tretminen, um sich auf diese Weise gegen die einmarschierenden Vietnamesen zu wehren. Mehrere Millionen Landminen verseuchen noch heute das Land. Kambodscha ist das am stärksten verminte Land. Überall im Land sieht man verkrüppelte Menschen, denen Gliedmassen bei der Explosion einer Mine abgerissen wurden. Den meisten bleibt nur noch das Betteln zum Überleben. Sehr viele kamen dabei ums Leben. Die touristischen Regionen sind weitgehend minenfrei, seit kurzen auch die Anlage von Kbal Spean. Allerdings gibt es immer noch schwer zugängliche Gegenden, besonders in Grenznähe, die bis heute vermint sind. Man sollte grundsätzlich darauf achten, die Wege nicht verlassen. Warnschilder "Danger Mines" sind dort aufgestellt. Ich habe während meines Aufenthalts keines dieser Schilder gesehen.

Zahlreiche Hilfsorganisationen sind immer noch damit beschäftigt, die versteckten Minen zu orten und unschädlich zu machen. Eine davon betreibt das Landminenmuseum. Hier sind gefundene Minen und sonstiges Kriegsgerät ausgestellt sowie Bilder von Menschen, die durch die Minen zum Krüppel wurden.

Mit einem der Minenopfer kam ich während meiner Reise ins Gespräch, ein ausserordentlich freundlicher und intelligenter Mensch, der seinen Lebensunterhalt durch Betteln an einer Busstation bestreiten muss.
Leider wird dieses Problem im Souvenirhandel auf ziemlich geschmacklose Weise vermarktet.

Weitere Bilder von den Tempelanlagen:

Bayon

Ta Prohm

Angkor Wat

Preah Khan, Pre Rup, Bantheay Kdei

Siem Reap und Angkor