Angkor Wat

"Ah! Wäre ich doch mit der Feder eines Chateaubriand oder eines Lamartine begabt, oder mit dem Pinsel eines Claude Lorrain, um die Freude der Kunst wissen zu lassen, wie schön und großartig diese wohl unvergleichlichen Ruinen sind."

Henri Mouhot "Voyages dans les royaumes de Siam, de Cambodge, de Laos et autres parties centrales de l'Indochine" Le Tour du Monde 1863

 

Angkor Wat, das größte sakrale Bauwerk der Erde, zählt zu den spektakulärsten Bauwerken überhaupt. Auch wenn man diesen Tempel schon auf hunderten von Bildern gesehen hat, bekommt man keine Vorstellung von der wahren Ausstrahlung dieser Anlage. Mein ewig langer Wunsch, diese Anlage in natura zu erleben, ging Ende April 2007 in Erfüllung. Weit umschlossen von einer Aussenmauer mit Wassergraben, betritt man die Anlage über einen 350 Meter langen Damm, wobei der Tempel mit den 5 maiskolbenförmigen Türmen immer näher rückt. Wenn man den Tempel betritt, fällt sofort die exakt quadratische und symmetrische Bauweise auf. Der Tempel besteht aus 3 Etagen, die über Treppen erreichbar sind, wovon die Treppen zur letzten Etage extrem steil ist. Die unterste Etage ist rundum gesäumt von in Stein gehauenen Wandbildern, die Szenen aus dem Angkor-Reich zeigen.

Ich erspare mir weitere historische Details, das können andere besser und verweise auf den Artikel in Wikipedia. Lieber möchte ich versuchen, mit meinen Bildern die Atmosphäre rüberzubringen, die diese großartige Anlage ausstrahlt.

Ich bin dort morgens vor 6 Uhr gewesen zum Sonnenaufgang, der allerdings nicht zu sehen war, da der Himmel komplett bedeckt war. Den ersten Blick auf den Tempel hat man, wenn man die Anlage über das Tor an der Aussenmauer betritt. Im Eigangsbereich steht eine Statue des Hindugottes Vishnu.

Angkor Wat in Wikipedia

     

 

Bevor es in den Tempel reingeht, noch ein paar Aussenansichten des Tempels und dem links davor angelegten Lotosteich, die ich an unterschiedlichen Tageszeiten aufgenommen habe.

 

       
       

 

Obwohl monumental, strahlt das Bauwerk eine große Ruhe und Ausgeglichenheit aus. Überall fallen die in Stein gehauenen Fenstersäulen auf, die je nach Lichteinfall völlig unterschiedlich wirken. Überall auch die in Stein gehauenen Apsaras, halb menschliche und halb göttliche Frauen, die in allen Tempeln aus der Angkorzeit zu sehen sind.

Im Folgenden die Bilder von meinen mehrstündigen Rundgängen.

 

 

Die Treppen zum oberen Teil des Tempels sind extrem hoch und steil und die Stufen aus weichem Sandstein sind ausgetreten und glitschig. Der Aufstieg und besonders der Abstieg sind extrem gefährlich und mühsam - nur für komplett schwindelfreie Personen zu empfehlen. Wenn man die Touristen beobachtet, wie sie versuchen, die Treppen hoch- und runter zu klettern, ergeben sich manche urkomische Szenen.

 

       

 

Ein erneuter Besuch des Tempels verlief völlig anders als geplant. Vor dem Betreten der Anlage traf ich auf eine Hochzeitsgesellschaft. Nachdem ich die Brautleute und den Fotografen gefragt hatte, durfte ich mit fotografieren. Vielen Dank noch dafür und ich hoffe, dass die Abzüge und die gebrannte CD inzwischen die Empfänger erreicht hat.

 

       

Weitere Bilder von den Tempelanlagen:

Bayon

Ta Prohm

Bantheay Srei und Kbal Spean

Preah Khan, Pre Rup, Bantheay Kdei

Siem Reap und Angkor